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Titel:     Das Bewaffnete Auge - VALIE EXPORT im Dialog mit der Filmavantgarde
Regie     Zoltan Pataky
  original titel:
Das Bewaffnete Auge - VALIE EXPORT im Dialog mit der Filmavantgarde
Jahr: 1984
Land: Austria
Länge: 135:00 min
Premiere: /
Medientyp: Video
Kategorie: Dokumentarfilm
Orig.Spr.: Deutsch
Credits  
Technische Daten  
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Synopsis
Das Bewaffnete Auge
Mit der dreiteiligen Serie DAS BEWAFFNETE AUGE wendet sich VALIE EXPORT entlang der Themenschwerpunkte "Inszenierter Raum - Inszenierte Zeit", "Reale Bewegung - bewegliche Realität" und "Struktureller Film" auch einer jener filmischen Gattungen zu, die aktuell im öffentlich rechtlichen Fernsehen nicht mehr existieren. Anhand zahlreicher, medienspezifisch aufbereiteter Filmbeispiele u. a. von Wojciek Bruszewski, Malcolm LeGrice, Sergei Eisenstein, Maya Deren, Kurt Kren, Yvonne Rainer, Anne Severson, Alfred Hitchcock, Linda Christanell, Gary Beydler und Marc Adrian werden narrative und nicht-narrative Erzählformen untersucht und gegenübergestellt. Adrian wird auch via eines "Live-Interviews" direkt in die Sendung geschaltet, wo er die Produktionsbedingungen, die Methodik und den Zeitgeist anhand seiner Arbeit - u.a. seines ersten Computerfilms RANDOM (1963) - zu erläutern versucht. Wie avanciert diese Arbeit ist, zeigt auch die hohe Dichte (film-)theoretischer Zitate von Christian Metz, Charles S. Peirce, Wsevolod I. Pudovkin oder Ferdinand de Saussure.

(Dietmar Schwärzler)


Das Kino ist ein wahrnehmbarer Komplex und kann damit die Probleme in Hinblick auf die Psychologie der Wahrnehmung, des Verstehens der Ästhetik und der Semiologie in Angriff nehmen. Die vorzustellenden filmischen Arbeiten im Rahmen dieser Sendereihe beschäftigen sich damit, das Wesentliche des Films herauszuarbeiten, ihn als selbstständiges, geschlossenes künstlerisches Systmen zu definieren, und einzelne Operatoren wie Bild, Ton in ihren kreativen Assoziationsmöglichkeiten zu benützen, die eigentlich signifikanten Operatoren (Konstruktionen) wie Filmstreifen, Bildausschnitt, Bildinhalt, Bildgestaltung, Montage, Bewegung der Kamera, optische Effekte, Wechselwirkung des Visuellen mit dem Auditiven etc. mit den kulturellen Codes zu einer Synthese zu bringen.
In meiner Analyse der vorzustellenden Filme gehe ich nicht von einer Betrachtung der geschriebenen oder gesprochenen Texte als Codes des Kinos aus, sondern von den mehrdimensionalen visuellen Texten. Ich gehe von der Erkenntnis aus, dass das Kino keine deskriptiven Einheiten besitzt, nichts, was den phonologischen Merkmalen in der Ausdrucksebene und den semantischen Merkmalen in der Bedeutungsebene entspricht. Es sind "Realitätsblöcke", die sich ausdrücken, deren Sequenz im Film semantisch aufeinander wirken.

(Valie Export)

Printgrafik: dasbewaffneteauge_7.jpg

deutsche druck version
   
  filmvideo.at // Das Bewaffnete Auge - VALIE EXPORT im Dialog mit der Filmavantgarde erstellt am 2007-11-14 letzte Änderung am 2018-07-18