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Titel:     WARS
Regie     Josef Dabernig
  original titel:
WARS
Jahr: 2001
Land: Austria
Länge: 10:00 min
Premiere: /
Medientyp: Film
Kategorie: Avantgarde/Kunst
Orig.Spr.: Kein Dialog
Credits  
Technische Daten  
Texte und Bilder  
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Synopsis
WARS
Alltag im Speisewagen eines Fernzuges wenn die Gäste ausbleiben. Leere Tische, phlegmatisches Personal. Der Kellner lehnt vor dem Fenster und reinigt bedächtig seine Fingernägel. Auch Koch und Kellnerin üben sich in gelassenem Ausharren. Gesten des Wartens. Kommunikation scheint nicht nötig, denn die eingespielte Routine funktioniert auch ohne sie. Nur das Rattern des Zuges auf den Gleisen ist zu hören - ein gleichmässiges, einschläferndes Geräusch. Diese Monotonie setzt sich in der zwangsläufigen Lethargie des Speisewagen Personals fort. Es scheint ein Geisterzug zu sein, ein Zug ohne Passagiere. Wie durch ein unhörbares Signal ausgelöst, kommt doch noch Geschäftigkeit in die Szenerie. Die drei kehren und wischen. Der Waggon muß geputzt werden, bevor man den Endbahnhof erreicht.

"Durch die Eisenbahnen wird der Raum getötet, und es bleibt nur noch die Zeit übrig." Dieses Zitat Heinrich Heines könnte als Zusammenfassung von Josef Dabernigs Film stehen. Man sieht zwar ständig Landschaftsansichten vor den Waggonfenstern vorbeifliegen, aber der Zug hält nie an. Die Umgebung verflüchtigt sich in der Fahrtbewegung. Dafür wird im Speisewagen die Zeit in ihrer Trägheit um so spürbarer. Langeweile beherrscht das Nicht-Geschehen und wird durch die plötzliche Aktivität des Putzens nicht wirklich aufgehoben. Die eigentliche Professionsausübung der Protagonisten findet nicht statt: es wird weder gekocht noch serviert. Präzise kadrierte Schwarzweiß-Bilder beschreiben in lakonischen Momentaufnahmen den Resopalcharme des Speisewagens als einen sich in Reisegeschwindigkeit bewegenden Mikrokosmos: Dienstleistung als planmäßige Eintönigkeit. Eine unterhaltsame Studie über Bewegung und Stillstand.

(Andrea Pollach)


Alltag in einem Speisewagen eines Fernzuges, in dem die Gäste ausbleiben. Das Personal übt sich in gelassenem Ausharren. Trotz der vorbeirasenden Landschaft vor den Fenstern des Speisewaggons wird die Zeit im Regale der Bordküche oder die vor den Scheiben vorbeiwischende Landschaft. Später, als Bewegung in die Szenerie kommt, verharrt die Aufmerksamkeit bei den banalsten aller vorstellbaren Handlungen: dem Aufkehren des Bodens und dem Abwischen der Tische.

(Gerald Weber)


--> WARS

Printgrafik: dab_wars.jpg

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  filmvideo.at // WARS erstellt am 2004-02-05 letzte Änderung am 2016-02-09